Mittwoch, 4. August 2010

Große Geschichten, kleine Helden

Wie viele Geschichten über große Helden, beginnt diese ganz klein, mit einem wahrscheinlich noch kleineren Helden. Max ist zehn Jahre alt und heißt eigentlich Maximilian, aber niemand nennt ihn so, weil das viel zu lange ist. Er lebt gemeinsam mit seinen Eltern in einem Haus das einen großen Garten hat, nur leider ist der nicht groß genug damit Max seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann, nähmlich sein Flugzeug fliegen zu lassen. Wenn er es im Garten seiner Eltern fliegen lässt, fliegt es immer zu den Nachbarn und landet in deren Garten. Das wäre nicht so schlimm, denn die Nachbarn sind nette Leute, aber es dauert immer so lange bis Max das Flugzeug wieder geholt hat und das gefällt ihm gar nicht.
Zum Glück steht das Haus seiner Eltern ganz in der Nähe eines kleinen Berges, auf den er geht sobald er Zeit dafür findet, um sein kleines Flugzeug auf der großen Wiese, die er dort entdeckt hat, fliegen zu lassen. Während es in der Luft ist, stellt er sich immer vor, er würde darin sitzen und es selber steuern, das ist nämlich sein großer Traum, wenn er groß ist, Pilot eines Flugzeuges zu sein. Eigentlich will er ja Astronaut werden, aber für den Anfang würde es ihm auch reichen ein normales Flugzeug zu fliegen.
Um sechs Uhr muss er dann spätestens Zuhause sein, denn dann gibt es Abendessen und dannach schaut er mit seinen Eltern noch einen Film an, bevor er schlafen geht. Am liebsten sind ihm Filme in denen große Raumshiffe in noch größeren Schlachten kämpfen, nur lassen ihn seine Eltern selten solche Filme anschauen, weil sie meinen, er sei noch zu jung dafür. Max weiß das natürlich besser, immerhin muss er sich diese Filme anschauen, um sich auf sein Leben als Astronaut vorzubereiten.
Wenn ihn seine Eltern nach dem Film ins Bett schicken, wartet er immer bis sie aus dem Zimmer gegangen sind. Dannach stellt er sich nämlich an sein Fenstern, um den Himmel zu beobachten. Er hat schon ein paar mal versucht die Sterne zu zählen, aber jedes mal vergisst er nach einer Zeit welche er schon gezählt hat und gibt es wieder auf.
Genau an diesem Fenster, an dem Max jeden Tag steht, steht er auch heute wieder. Er beobachtet den Himmel und überlegt sich ob er wieder einmal die Sterne zählen soll, auf einmal fällt ihm ein Stern auf den er vorher noch nie bemerkt hat. Er leuchtet heller als alle anderen und Max fragt sich, wieso er ihn noch nie bemerkt hat, es ist schließlich nicht so als würden Sterne ab und zu heller leuchten als sonst, oder? Nachdem er den neuen Stern eine Zeit lang beobachtet hat, muss er plötzlich niesen. Als er wieder zum Himmel schaut, ist seine Entdeckung auf einmal verschwunden. Verwundert sucht er den Himmel ab, findet aber nichts mehr, dass ihm außergewöhnlich erscheint, also beschließt er schlafen zu gehen. Er legt sich in sein Bett, schaut kurz das Raumschiff, dass über seinem Bett hängt, an und schließt die Augen.
Am nächsten Tag macht Max die Augen wieder auf, er schaut nach oben um nach seinem Raumschiff zu sehen und stellt fest, dass es nicht mehr da ist. Auch die Decke seines Zimmers hat eine andere Farbe. Sie ist nicht schwarz mit weißen Punkten, sondern helblau, fast weiß. Erschreckt schaut er sich in dem Raum um und entdeckt einen Mann der einen Cowboyhut trägt und auf einem Stuhl neben seinem Bett sitzt. Entsetzt schaut Max den Cowboy mit weit aufgerissenen Augen an, als der Aufsteht und mit beruhigender Stimmer sagt: "Keine Sorge kleiner, du bist nur auf meinem Raumschiff."

1 Kommentar:

Fassbinder hat gesagt…

Sehr netter Anfang der Geschichte, bin schon gespannt wie es weitergeht.